
Buch
von Rick hier... |
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Ich möchte Ihnen die Geschichte eines Suchenden erzählen,
der nach einer langen und z.T. schmerzhaften Suche zum „Findenden” wurde.
Als Kind war meine körperliche Entwicklung eher langsam;
außerdem
habe ich in der Schule eine Klasse übersprungen, so dass
ich körperlich hinter meinen Klassenkameraden herhinkte.Meine
Klassenkameraden waren ganzklar größer, stärker
und schneller. Also widmete ich mich dem Sport und anderen Aktivitäten
eher allein, nahm jedoch weiter auch an Gruppensportarten teil.
Mit 13 Jahren begann ichmit Gewichtheben und kurze Zeit später
mit Kampfsportarten. So entwickelte sich eine Art von „Zukunftsorientierung”,
die mich noch lange begleiten sollte. Ich hatte das Gefühl,
alles würde eines Tages in Ordnung sein, wenn ich erst einmal
stärker, größer,
härter, ruhiger sein würde. Hin und wieder hatte ich
eine Ahnung von etwas, das tiefer, wahrer, gegenwärtiger
war, aber was das bedeutete, wurde mir erst später klar. Ich
erinnere mich recht genau an zwei solcher Begebenheiten. Zu der
einen kam es während eines Kampfkunsttrainings. Ich übte
eine vorgegebene Bewegungsfolge („Kata”). Dabei verlor
ich jegliches Gefühl von Zeit
und Anstrengung. Die Bewegungen „geschahen einfach”,
ohne dass ich etwas zutun schien. Diese Erfahrung ging mit einer
unglaublichen Freude einher, war jedoch schnell wieder vorbei,
und als ich versuchte, dies mit der nächsten „Kata” wieder
herzustellen, führte daszu Frustration statt Freude. Die zweite
Erfahrung machte ich beim Skifahren. Es war ein wunderschöner
klarer Sonntag und ich war den ganzen Tag auf der Piste. Gegen
Ende des Tages war ich auf einer recht kurzen Ab-hahrt auf halber
Höhe
des Berges.Nach mehreren Durchgängen ent-schloss ich mich,
noch einmal hin-unterzufahren, bevor ich dann zur Skihütte
zurückkehren würde.
Als ichmit der Abfahrt begann, änderte sichetwas. Jegliches
Zeitgefühl
war ver-schwunden, ebenso wie das Gefühl,ein einzelnes Individuum
zu sein. Esfühlte sich erst so an, wie wenn „derBerg
mich Ski fahren” würde, aberdann war selbst die Trennung
zwischen dem Berg und mir verschwunden. Das Glücksgefühl
war unbeschreiblich. Ich erinnere mich, dass ichFreudenlaute von
mir gegeben habe,was wie von einem „Idioten“ geklun-gen
haben muss. Als ich unten ankam,kamen mir Tränen der Freude
und Dankbarkeit, die ich nicht hätte erklä-ren können.
Abgesehen davon, dassich mit der perfekt durchgeführtenAbfahrt
sehr zufrieden war, dachteich: „Aus diesem Grund ist also
Skifahren so beliebt!” 30
Jahre solltenvergehen, bis mir die Bedeutung dieser Erfahrungen
klar wurde. Diese Erfahrungen führten dazu, dass sich meine
Suche intensivierte, denn ich wollte diese Momente wiedererlangen.
Mir fiel auf, dass es eine gegenläufige Beziehung zwischen
der Anstrengung, der „Intensität
der Su-che”, und Freude gab. Es kam noch zu einigen Momenten
der Klarheit, vor allem im Zusammenhang mit der Kampfkunst. Als
ich damit begann,war alles, was ich wollte, ein schwarzer Gürtel.
Dieses Ziel überragte alles andere. Als ich jedoch anfing,
gewissenhaft täglich zu trainieren, wurde mir immer deutlicher,
dass dieses Ziel in den Hintergrund geriet und dass die Freude
eher durch die tägliche
Regelmäßigkeit und die Fortschritte verur-sacht wurde.
Als ich dann mein ur-sprüngliches Ziel erreichte (mir wurde
ein schwarzer Gürtel zweiten Grades verliehen), erkannte ich,
dass der Weg wichtiger war als das Ziel. Im Laufe der Zeit dehnte
sich die Suche auf weitere Aspekte meines Lebens aus. Ich wurde
Arzt und hatte den Ehrgeiz, der Beste zu sein. Das hatte zur Folge,
dass ich jegliche me-dizinische Literatur verschlang, der erich
habhaft werden konnte, während ich gleichzeitig durchgehend
für
die emotionalen und körperlichen Bedürf-nisse meiner
Patienten da sein wollte. Ich begegnete meiner Frau Rita und wir
gründeten
eine Familie. Ich wollte ein guter Ehemann, Vater und Ernährer
sein. Manchmal schien es unmöglich, die wachsende Praxis
und diewachsende Familie unter einen Hut zubringen.Und gleichzeitig
verlor ich nie das Bestreben aus den Augen, mich körperlich
so fit wie nur möglich zu halten. Ich machte mit dem Gewichtheben
weiter und wurde zum Läufer; allmählich nahm ich auch
Schwimmen und Fahrradfahren auf und nahm an Triathlon-Wettkämpfen
teil. Ich befolgte auch die neuesten Ratschläge zur Ernährung,
was zu der Zeit eine sehr kohlehydrathaltige Diät bedeutete.
Ich war schlank, muskulös und gut in Form, aber ich bekam
immer wieder Erkältungen
und Virusinfektionen.Als ich an die 30 Jahre alt war, übte
ich einige Jahre lang transzendentale Meditation. Ungefähr
zu der gleichenZeit praktizierte ich auch für ein paar Jahre
Tai Chi. Angesichts meiner Aufgaben in meiner wachsenden Praxisund
wachsenden Familie und des zunehmenden sportlichen Trainings hatte
ich dann jedoch „keine Zeit mehr” für Meditation
und Tai Chi. Im Laufe der Jahre schien es mir, als sei ich nicht
mehr so ruhig und zentriert wie früher. Ich fühlte mich
bei der Arbeit und auch zu Hause angespannt, und vor ungefähr
neun Jahren, als bei meiner Mutter Lungenkrebs (ein Adenokarzinom)
festgestellt wurde, verspürte
ich das Verlangen, wieder spiritueller zu leben. Ich spürte
irgendwie,dass sie bei dem, was ihr bevorstand,meine Hilfe benötigte.
Ich wurde mir auch meiner eigenen Sterblichkeit bewusster. Ich
begann zu meditieren und an „Retreats” in einem Zen-Kloster
teilzunehmen. Die anderen Aktivitäten, die Teil meiner Suche
waren, konnte ich natürlich nicht aufgeben, also fügte
ich meinem ausgefülltenTag
noch ein bis zwei Stunden Meditation hinzu. Zu der Zeit sah mein
Tagesablauf normalerweise so aus, dass ich um sechs Uhr aufwachte,
zwei Stunden trainierte, dann den ganzenTag lang bis ca. 20.00
Uhr arbeitete (ich aß zwischendurch etwas am Schreibtisch),
dann nach Hause kam und dort um ca. 20.30 Uhr die erste Mahlzeit
in Ruhe zu mir nahm, meine Post las, eine Stunde lang meditierte,
mich dann u.U. etwas mit meiner Frau Rita unterhielt, fernsah,
Zeitschriften las und um Mitternacht schlafen ging. Sie werden
bemerken, dass für
das,was mir wirklich Freude bereitete, nämlich mit Rita und
den Kindern zusammen zu sein, nicht mehr viel Zeit übrig blieb.
Es gab noch einen Einblick in etwas anderes. Das war vor sieben
oder acht Jahren bei meinem ersten Zen-Retreat. Ich meditierte
ehrgeizig und gewissenhaft, so wie ich alles tat – etwas
anderes wäre
mir gar nicht möglich gewesen.
Ich war frustriert, weil ichnicht in der Lage war, den Anweisungen
des „Roshi”, das war der Meister,der dem Kloster vorstand,
zu folgen.Ich geriet immer wieder in mein altes T.M.-Mantra hinein,
statt mich auf den „Koan” zu konzentrieren, den er mir
zugewiesen hatte. Wie ich es auch versuchte, das hatte ich anscheinend
nicht unter Kontrolle. Nachdem ich mich tagelang damit abgequält
hatte– wir
meditierten von 4.30 morgensbis 22 Uhr abends mit wenigen kurzen
Pausen –,
sagte der Roshi letztendlichzu mir: „Mach dir keine Sorgen,
bleibe einfach bei deinem alten Mantra”.Bei der nächsten
Meditation geschah etwas Wundersames. Jegliche Anstrengung fiel
von mir ab und alles schien zu verschwinden. Das Mantra wurde unbeschreiblich
schön. Ich musste das nicht erzwingen, sondern ich fühlte
mich zu seiner Schönheit hingezogen. Erst war dies das Einzige,was
noch da war, und dann ist selbst das verschwunden und es gab nichts
mehr, nur unglaublichen Frieden, wie ich ihn nie gekannt hatte, absolute
Ekstase und die tiefste Dankbarkeit.Ich habe keine Ahnung, wie lange
das anhielt, aber irgendwann war es vorbei. Tage-, ja wochenlang
schien alles natürlicher,
müheloser und schöner zu sein. Doch selbst das verblasste
und es kam zu einem Verlangen und Suchen– stärker als
jemals zuvor. Ich musste „es” zurück bekommen. Ich
meditierte noch intensiver. Je mehr ich mich anstrengte, desto weiter
entfernt schien es zu sein. Oberflächlich schien alles in bester
Ordnung zu sein. Ich hatte meine geliebte Frau, drei wundervolle
Kinder und eine gut besuchte und angesehene Arztpraxis. Wir lebten
in einem wunderschönen
Haus in einer schönen Umgebung. Ich schien gesund und körperlich
in sehr guter Form und glücklich zu sein. Doch irgendwie spürte
ich, dass etwas nicht stimmte.Ich sollte bald herausfinden, was das
war.Rita und ich hatten wiederholt in Norditalien organisierte Fahrradferien
gemacht. Sie sagte immer spaßeshalber, dass ich Fahrrad fuhr
und sie hauptsächlich
Cappuccino trank. Es ging um sportliches Fahrradfahren,und ich freute
mich auf eine Wochee xtensives radeln in den Hügeln und Bergen.
Ich hatte mir vorher schon mehrmals eine Entzündung der Prostata
zugezogen, wohl im Zusammenhang mit stundenlangem Sitzen aufdem
Fahrradsattel. Dieses Mal war es schlimm, ich bekam Fieber und Schüt-telfrost,
musste kurz ins Krankenhaus und dann früher nach Hause zurückreisen.
Nach ein paar Monaten trat das Gleiche wieder auf, diesmal aber unabhängig
vom Fahrradfahren, und ein aufmerksamer Urologe untersuchte per CAT-Scanner
den Nierenbereich auf weitere Entzündungsherde in Prostata
oder Nieren. Dort war nichts Auffälliges zu finden, hingegen
war der untere Teil meiner rechten Lungemit im Bild und hier wurde
ein zitronengroßer
Tumor entdeckt, den man bei normalem Röntgen nicht bemerkt hätte.
Durch eine daraufhin durchgeführte Biopsie zeigte sich, dass
es sichum Krebs handelte, ein bronchoalveolares Karzinom. An dem
Morgen, als mir die Diagnose mitgeteilt wurde, erlebte ich noch einen
weiteren Schock. Ich hatte starke Schmerzen, die in mein linkes Bein
hinunter strahlten, im Zusammenhang mit Muskelkrämpfen im Bein.
Hier zeigten sich bei weiteren Untersuchungen ein ernsthafter Bandscheibenvorfall
und eine seitliche Stenose in drei Bereichen meiner Wirbelsäule.Durch
das, was ich an diesem einen Tag erfuhr, brach meine Welt zusammen.
Ich war nicht nur nicht „perfekt”,
ich war krank und behindert,und das stellte möglicherweise meinTodesurteil
dar. Nach anfänglichem Nicht-Glauben-Können und Panik kamen
weitere ei-gentümliche Emotionen auf. Ich war verlegen. Ich
hatte so sehr Perfektion angestrebt, war auf mein Erscheinungsbild
stolz und galt als vorbildlich gesund. Nun wollte ich niemanden mehr
sehen. Ich zog mich von den Menschen zurück, sogar von meiner
geliebten Familie. Die schwierigste Aufgabe in meinem Leben war,
meinen Kindern meine Diagnose mitzutei-len. Zu dieser Zeit war nicht
davon auszugehen, dass Chemo- oder Strah-lentherapie bei dieser Art
von Tumor helfen würde, also wurde mein rechter unterer Lungenlappen
operativ entfernt, und mir eine „60-prozentige Überlebenschance
für fünf Jahre” inAussicht gestellt – und dann
fand ichmich auf mich gestellt. Da die Schulmedizin mir nichts weiter
anzubieten hatte, gelobte ich mir, mich soweit irgend möglich über
al-ternative Krebstherapien zu informieren. Als hauptverantwortlicher
Arzt in einem großen multidisziplinären Schmerzmedizin-Zentrum
hatte ich schon umfangreiche alternativmedizinische Kenntnisse erworben.
Wie es meine Art war, entwickelte sich jedoch eine Besessenheit.
Ich war dabei, mich von meiner Lungen- und nachfolgen-den Wirbelsäulenoperation
zu erholen, hatte also Zeit. Aufgrund des Bandscheibenvorfalls und
der Nervenschäden im Bein, die es sehr geschwächt hatten,
konnte ich nicht gehen. Zu dieser Zeit waren die Schmerzen im Bein
nicht mehr so fürchterlich wie vor der Operation, aber es war
mir nicht möglich, auch nur kurze Zeit zustehen, weil dann sofort
starke Rückenschmerzen auftraten.Das Vorhaben, meinen Krebs
durch alternative Ansätze zu „heilen”, ging mit
dem Wunsch einher, die Kontrolle über mein Leben wiederzuerlangen.
Allerdings wurde mein Lebenswille durch mein Gefühl von Peinlichkeitund
zunehmenden Selbsthass geschwächt. Ich sah mich vor einem Dilemma,
das unlösbar erschien. Um zuüberleben und zu verhindern,
dass meine geliebte Frau Witwe und meine Kinder vaterlos würden,
brauchte ich einen starken Lebenswillen. Ich hasste mich jedoch so
sehr, dass mir zunehmend egal war, ob ich überleben würde.
Als mir dies klar wurde, wurde ich zusätzlich von Schuldgefühlen über-wältigt.
Selbst zu dieser Zeit gab es jedoch Lichtblicke. Ich nahm im Chopra-Zen-trum
an einem „Rehabilitations-Kurs”unter der Leitung von
Dr. David Simonteil. Es war die Zeit kurz nach meiner zweiten Operation
und ich war sehr verletzlich. Mein Körper vermittelten icht
mehr den Eindruck eines durchtrainierten Sportlers, sondern war
zu einem weichen, verletzten und verängstigten Fleischkloß voller
Narben geworden. Im Chopra-Zentrum fühlte ich mich total akzeptiert,
geliebt und auf tiefe und heilsame Art umsorgt. Das Essen war vorzüglich
und mit viel Liebe gekocht. Alle, die dort arbeiteten, waren unglaublich
freundlich und liebevoll und Dr. Simon war phantastisch. Ich hatte
sogar die Gelegenheit, Dr. Chopra persönlich zu begegnen. Des
Weiteren nahm ich an einem „Heilungs-Retreat” mit Rabbi
Tirzah Firestone teil und erlebte auch das als heilsam. Meine Frau
und ich gingen auch zu Paar-Workshops mit Judithund Robert Gass,
die mir sehr gut gefielen.Trotz allem zog ich mich emotional immer
mehr in mich zurück, bis Rita mich praktisch zum Pura Vida-Zentrum
in Costa Rica zerrte, wo Judithund Robert Gass einen weiteren Paar-Workshop
anboten. Als wir dort am ersten Tag anfingen zusammen zu singen, brach
ich weinend zusammen –ein Ozean von Tränen,
und ich dachte, es würde kein Ende haben. Dann hatte ch eine „Körpersprache”-Behandlung,
durch die sich ein unerklärliches Gefühl von „Klarheit” einstellte.
Der wahre Umbruch sollte jedoch einige Tage später kommen.
Der Besitzer der Einrichtung, Satyam Nadeen, war gebeten worden, „Satsang” („Begeg-nung
in Wahrheit”) zu halten, und ich war unter den Teilnehmenden.
Ich war ihm noch nie begegnet und hatte nie von ihm gehört.
Er fing damit an, dass er sagte: „Bewusstsein ist alles, was
es gibt, und du bist das”. Er sprach auchvon der „dunklen
Nacht der Seele”, die der Erkenntnis oft vorangehe. Seine
Beschreibung dieser dunklen Nachtder Seele klang ganz genau wie die
letzten zwei Jahre meines Lebens.Während ich ihm zuhörte,
bemerkte ich ein Gefühl, wie wenn eine Last von mir genommen
würde,
eine Leichtigkeit und ein Gefühl von absoluter Freiheit, wie
ich es noch nie erlebt hatte. Mir kam die Erkenntnis, dass ich dieses
eine Bewusstsein bin, von dem er sprach, und dass die Möglichkeit
gar nicht bestand, dass es ein Individuum namens Rick oder sonst
irgendein Individuum geben könnte,das auf das Sich-Entfalten
dieses Bewusstseins irgend einen Einfluss haben könnte.Plötzlich
war ich von der Last und Verantwortung, mein eigenes Leben zu retten,
befreit. Dafür wurde vom Bewusstsein oder der „Quelle” gesorgt.
Wenn man so will: „Alles liegt in den Händen Gottes”.
Mit der Freiheit gin gauch ein Gefühl von Frieden und des Verstehens
des Lebens einher. Plötzlichergab alles einen Sinn.Während
der nächsten Tage, Monate, Jahre vertiefte sich das Verständnis,
statt dass es verblichen wäre wie bei den vergangenen Erfahrungen.
Tatsächlich war klar, dass dies keine Erfahrung war, die einen
Anfang und ein Ende hat. Es war ein zeitloses „Wissen”.
Es schloss die in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen mit ein.
Es gab die Erkenntnis, dass diese „Gipfelerlebnisse” nicht
wirklich Erfahrungen waren, die ich als Individuum gemacht hatte.
Dieser Frieden,diese Freude, Glückseligkeit und Dankbarkeit
ist das, was ich wirklich bin, was wir alle sind. Tatsächlich
ist es das, was in jedem Moment ist. Dieses „Was ist” ist
immer da, war es immer und wird es immer sein. Auch die Angst vor
dem Tod ist verschwunden. Der Körper wird alt und stirbt, aber
die Quelle ist ewig. Diese Erkenntnis hat sich auf jeden Aspekt meines
Lebens ausgewirkt und zu einem Lebensstil geführt, den man als „Anti-Aging-Lebensweise” ansehen
kann. Das Interesse an Ernährung, Bewegung, Nahrungsergänzungsmitteln
und Stressmanagement ist zu einem natürlichen, anstrengungslosen
Aus-druck meines Seins geworden. Wenn auch Sie eine Suchende oder
ein Su-chender waren und vielleicht insbesondere ewige Jugend, Schlankheit,
Fitness und Schönheit angestrebt haben; wenn Sie die Frustration
kennen,bei Diäten und Fitnessvorhaben und Stressbewältigung „versagt” zu
haben,wenn diese Misserfolge Sie vielleicht sogar zur Verzweiflung
getrieben haben und Sie am Anfang, oder gar in der Mitte einer „dunklen
Nacht derSeele“ stehen, dann sind Sie vielleicht „reif”,
um ebenso wie ich berührt zuwerden. Vielleicht werden Sie die
gleiche Erregung verspüren, wie ich sie an jenem Abend im Satsang
im Pura Vida-Zentrum erlebte. Wenn das so ist, dann wird diese Anti-Aging-Lebensweise
zu einem Teil von Ihnen. Dann wird sie sogar zu einem Ausdruck dessen,
was Sie in Ihrer Essenz sind. Siewird anstrengungslos, sie wird Spaßmachen
und richtig gehend aufregendsein. Jeder Tag wird zu einem Abenteuer
und einer Feier der Freude, amLeben zu sein. Selbst der Alterungsprozess
wird als ein Aspekt dieser Freude erlebt. Ohne Angst vor dem Älterwerden
und Sterben wird sich Ihre Feier dieses Lebens so ausdrücken,
dass Sie sich gesund ernähren, sich regelmäßig und
mit Vergnügen Bewegung verschaffen
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